Das von swissuniversities finanzierte Projekt PHUSE (Planetary Health for Universities’ Sustainability Engagement) ist eine nationale Initiative zur Integration von Planetary Health in gesundheitsorientierten Studiengängen, medizinischen Lehreinrichtungen und Hochschulen in der ganzen Schweiz.

Vision

Unsere Vision ist es, zukünftige und derzeitige Fachkräfte im Gesundheitswesen sowie Angehörige von Schweizer Hochschulen in die Lage zu versetzen, als Pionier*innen des Wandels für die sozialökologische Transformation zu handeln und dabei gesundheitliche Chancengleichheit und Wohlbefinden innerhalb der planetaren Grenzen zu fördern.

Mission

PHUSE hat sich zum Ziel gesetzt, Studierende, Lehrkräfte und Fachleute zu befähigen, sich für den sozialökologischen Wandel einzusetzen und diesen voranzutreiben. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Planetary Health in die Ausbildung und Lehre von Gesundheitsberufen zu integrieren, indem wir:

  • Brücken bauen zwischen Hochschulen, Gesundheitseinrichtungen, Lernenden und Lehrenden
  • uns dem Ziel einer hochwertigen, evidenzbasierten Lehre im Bereich "Planetary Health" verpflichten
  • innovative Lehrmethoden, die auf transformativem Lernen basieren, fördern
  • die Zusammenarbeit mit internationalen Initiativen und Netzwerken stärken
  • Gesundheitsfachkräfte dazu befähigen, sich für gesundheitliche Chancengerechtigkeit im Rahmen der planetaren Grenzen einzusetzen

Meilensteine

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Aufbau eines nationalen Netzwerks für Planetary Health Bildung

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Erstellung eines nationalen Kerncurriculums zum Bereich Planetary Health

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Entwicklung von Lernmaterialien für die Umsetzung von transformativer Bildung zu Planetary Health

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Förderung der Einbindung von lokalen Institutionen in die Lehrpläne

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Botschafter*innen für planetare Gesundheit ausbilden

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Planetary Health Bildung in der ganzen Schweiz mappen

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Empfehlungen für nachhaltige Forschungspraktiken an medizinischen Fakultäten aussprechen

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Förderung einer nachhaltigen klinischen Praxis

Unsere Mitglieder

Wir sind ein Schweizer Netzwerk von Hochschulen, die sich für transformative Bildung im Bereich Planetary Health für Studierende der Gesundheitsberufe einsetzen. Unsere Mitgliedsinstitutionen vertreten mehr als 5’000 Studierende der Gesundheitsberufe in der Schweiz. Als PHUSE-Mitglied können Sie:

  • Kontakte zu Institutionen in der ganzen Schweiz knüpfen, die sich für die  Ausbildung im Bereich Planetary Health engagieren
  • zur Entwicklung neuer Lehrmaterialien beitragen
  • Zugang zu gemeinsamem Wissen, Ressourcen und Unterstützung erhalten

Die Universität Basel ist federführend und koordiniert die PHUSE-Projekte. Darüber hinaus entwickelt sie ein Kerncurriculum zu Planetary Health Bildung („Planetary Health Education“, PHE) für Studierende der Gesundheitsberufe in der ganzen Schweiz. Sie fördert den nationalen und internationalen Austausch, unterstützt die Integration von Planetary Health Bildung in alle gesundheitsbezogenen Studiengänge wie z.B. der Medizin und Pflege und baut ein Netzwerk aus Lehrkräften und Botschafter*innen auf, um die langfristige Verankerung einer transformativen Planetary Health Bildung sicherzustellen.

Die ETH Zürich entwickelt diese Website, um Lehr- und Lernmaterialien zum Thema Planetary Health Bildung ("Planetary Health Education") in der ganzen Schweiz zu teilen, zu verbessern und zu erfassen. Die Plattform ermöglicht den interdisziplinären Austausch und macht Ressourcen für Bildungseinrichtungen zugänglich. Um die Umsetzung von Planetary Health Lehre zu mappen, wird ein spezieller Erfassungskatalog eingerichtet, der in die Tools zum Curriculumabgleich der einzelnen Einrichtungen integriert werden kann.

Die HES-SO untersucht transformative Lernerfahrungen im Bereich "Planetary Health“ in der ganzen Schweiz, indem sie diese systematisch mit traditionellen Kursformaten vergleicht. Darüber hinaus entwickelt sie ein innovatives Serious Game – das gemeinsam mit Studierenden und der Genfer Designhochschule HEAD entstanden ist –, um Planetary Health ansprechend und interaktiv Studierenden näher zu bringen und gleichzeitig Lernergebnisse, kritisches Denken und Motivation zu fördern.

Das Swiss TPH entwickelt Fallstudien für die Planetary-Health-Ausbildung in der Schweiz, indem bewährte Praktiken in Lehrspitälern identifiziert werden. Mithilfe der Q-Methodologie und der Choosing-Wisely-Empfehlungen wird untersucht, wie Planetary-Health-Maßnahmen im klinischen Umfeld gefördert werden können. Die gewonnenen Erkenntnisse und Fallstudien werden zu zentralen Lerninhalten für Gesundheitsfachpersonen und Studierende aufbereitet und dadurch stärker in Lehrmaterialien verankert.

Die Universität Genf weitet Planetary Health Bildung auf Mitarbeiter*innen von Hochschulen, Lehrkräfte verschiedener Fachrichtungen sowie Verwaltungs- und technisches Personal in der ganzen Schweiz aus. Sie entwickelt ein „Gesundheits-Rad“, das einen praktischen Leitfaden mit angepassten Inhalten und Übersetzungen umfasst, um zum Nachdenken anzuregen, Interaktivität zu fördern und einen umfassenderen systemischen Wandel voranzutreiben.

Die Universität Lausanne untersucht, wie der sozialökologische Wandel des Gesundheitssystems an Hochschulen verstanden und akzeptiert wird. Anhand von Umfragen, qualitativen Studien und partizipativen Prozessen an der Universität wird untersucht, wie Forschung und Lehre an die Erfordernisse von Planetary Health angepasst werden können. Die Ergebnisse fließen in Empfehlungen für Partnerinstitutionen ein, um Nachhaltigkeit, gesundheitliche Chancengleichheit und die Wahrung der planetaren Grenzen zu fördern.

Die Medizinische Fakultät der Universität Bern hat im Jahr 2025 im Rahmen eines kompetitiv geförderten Projekts «Bildung für Nachhaltige Entwicklung» mit dem Aufbau eines longitudinales Planetary Health Curriculums begonnen. Unter anderem wurden neue Vorlesungen zu Themen wie «Planetary Health in der Psychiatrie» oder «Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen» sowie ein Workshop «Nachhaltigkeit im Inselspital» etabliert. Zudem wurde das Thema Planetary Health als Querschnittsthema in 20 existierende klinische Vorlesungen integriert. 2025 wurde gemeinsam mit der Veterinärmedizin ein neues Wahlfachseminar «One Health» eingeführt. Dieses Angebot stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit und fördert die Integration relevanter Perspektiven beider Fachbereiche in die Ausbildung.

An der Fakultät für Veterinärmedizin wird das Thema One Health, welches eng verwandt mit Planetary Health ist, seit über 10 Jahre gelehrt. Zu Beginn wurde dieses zu Beginn als Wahlfach angeboten, seit 2021 ist die Einführung des Konzeptes nun Teil des fixen Curriculums. Das Thema wird im Rahmen einer One Health Vorlesung, als auch einer Vorlesung zu Nachhaltigkeit gelehrt. Zudem wird das Thema innerhalb gewisser Schwerpunktfächer im 5. Jahr thematisch intensiviert, in Zusammenarbeit mit der Vetsuisse Fakultät in Zürich. Das neu entwickelte Angebot mit der Humanmedizinischen Fakultät wurde 2025 zum ersten Mal mit Erfolg durchgeführt. Von dieser direkten interdisziplinären Zusammenarbeit profitieren seitdem Studierende als auch Dozierende. In der Weiterbildung wurde ein umfassender CAS in One Health entwickeln, der interdisziplinär und intersektoriell aufgebaut ist und ab September 2025 angeboten wird.

Mehr Infos folgen bald. 

Unsere Partner

Unsere Partnerorganisationen und -initiativen teilen die Mission von PHUSE und setzen sich für Bildung im Bereich Planetarer Gesundheit ein.

 

Diese Initiative wird gefördert durch:

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Advocacy

Unsere Positionspapiere

Die PHUSE-Mitglieder empfehlen den Schweizer Hochschulen mit gesundheitsbezogenen Studiengängen nachdrücklich, langfristige Strukturen zur Förderung einer Kultur im Sinne der Planetary Health zu schaffen. Die Einrichtung von unbefristeten Stellen innerhalb aller Fakultäten und Departemente mit Gesundheitsbezug ist ein grundlegender Schritt, um Planetary Health fest in der Kultur der jeweiligen Fakultät oder des Departements zu verankern. Unsere offiziellen Empfehlungen für unbefristete Personalstellen finden Sie im folgenden Dokument: